Tierseuchenkasse Baden-Württemberg
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Der Rindergesundheitsdienst Tierseuchenkasse Baden-Württemberg

- Informationen zur Blauzungenkrankheit -


- Informationen -


Erstes Auftreten der Rinder- Parafilariose in Deutschland:
Fälle der Parasitose in Baden und Bayern
(Stand März 2010)

Informationsblatt BVD-Bekämpfung mit Hilfe von Ohrstanzproben (März 2010)

BVD - Sanierung in Baden-Württemberg (Stand Dez. 2009)

Information über die BHV1-Sanierung (Stand Anfang 2009)

Bekämpfung der BVD/MD ab April 2010 (Verordnung vom Dez. 2008)

Merkblatt des Rindergesundheitsdienstes
zu den wichtigsten latenten Infektionskrankheiten des Rindes
latente Infektionskrankheiten (Stand Feb. 2007) im Format


Aufgaben des Rindergesundheitsdienstes

Diagnostik und Sanierung folgender Bestandsprobleme:
·
Fruchtbarkeitsstörungen
·
Kälber- und Aufzuchterkrankungen
·
Atemwegserkrankungen
·
Klauenerkrankungen
·
Stoffwechselstörungen
·
Spezifische Infektionskrankheiten
Erhebungen im Stall
Stallverhältnisse: Stand-, Liegeplatzgestaltung
Anzahl Freß-, Liegeplätze
Tränke-, Fütterungssysteme
Entmistungssystem
Lichtverhältnisse
Klima
Fütterung: Sinnfällige Futtermittelbeurteilung
MLP-Daten-Auswertung
Rationsberechnung
Besichtigung der Herde Pflegezustand
Ernährungszustand
Verhalten
Technopathien
Verletzungen
Einzeltier- Untersuchung Geschlechtsorgane
Atmungsapparat
Gliedmaßen
Stoffwechsel
Laboruntersuchungen

Blutproben zur serologischen Diagnostik
von Infektionen BVD/MD, Q-Fieber
Chlamydien, BHV1 u.a.
Blutproben zur biochemischen Diagnostik
Leber-Enzyme, Ketonkörper,

Harnstoff

Mineralstoffe, Spurenelemente
ß-Carotin
Uterusschleim zur bakt. Untersuchung
Harnproben zur Natrium- und Kalium- Untersuchung
Tankmilchprobe zur serologischen Diagnostik von BVD/MD (Herdenstatus)
Futterproben zum Nachweis von Schädlingen und Toxinen zur Qualitätsbeurteilung

Wirtschaftliche Bedeutung der Fruchtbarkeit

Ziel:


Ein gesundes Kalb pro Kuh und Jahr bei langer Nutzungsdauer und hoher Lebensleistung

Realität:

Durchschnittliche Nutzungsdauer von 3 - 4 Laktationen

Optimale Wirtschaftlichkeit erst nach der 5. Laktation

Hauptgrund für kurze Nutzungsdauer:

Hohe Abgangsrate wegen Unfruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit einer Herde ist abhängig von:

-
dem Fruchtbarkeitsmanagement
Geburtshygiene
Brunstbeobachtung
Belegungszeitpunkt
-
der Fütterung
Leistungsgerechte Fütterung
Werbung und Konservierung des Futters
-
der Haltung

Ursachen von Kälberverlusten

Perinatal, d.h.: 14 Tage vor bis 24 Std. nach der Geburt

Überfütterung des Muttertieres

Ungeduld bei der Geburtshilfe (zu frühes Eingreifen)

Verletzungen während der Geburt (verstärkter Zug)

Verzögerte Geburt (Wehenschwäche)

Postnatal, d.h.: 24 Std. bis 28 Tage nach der Geburt

·
Durchfallerkrankungen in den ersten 2 Wochen
·
Grippeerkrankungen ab der 2. Woche
·
Trink- und lebensschwache Kälber aufgrund von Infektionen und Fehlversorgung der Muttertiere

Versorgung des Kalbes nach der Geburt

·
Schleim aus Maul und Nase herausstreichen
·
Nabel desinfizieren
·
2 Mio. IE Vit. A eingeben (bes. bei Winter und Frühjahrskälbern)
·
Biestmilch so früh und so viel wie möglich
Mind. 1 ltr innerhalb 3 Std.
Weitere 1-2 ltr bis zur 12. Std.
Eingabe per Sonde, nur wenn das Kalb nach 4 Std. noch nicht selbstständig trinkt

Die häufigsten Klauenerkrankungen


·
Sohlengeschwür
·
Kronsaumentzündung (Panaritium)
·
Lose Wand
·
Ballenfäule
·
Mortellaro (Dermatitis digitalis)
·
Abriß des Hornschuhs
·
Limax (Zwischenklauengeschwulst)
Fütterungsfehler mit Auswirkungen auf Fruchtbarkeit und Stoffwechselgesundheit

Rationsgestaltung:
*
Überversorgung in der Trockenstehzeit mit Energie und Kalzium
*
Proteinüberschuß in der Startphase bei absolutem Energiemangel
*
Mangel an strukturierter Rohfaser und zu hohem Anteil leicht verdaulicher Kohlenhydrate
Fütterungstechnik:
#
Fehlende An- oder Vorbereitungsfütterung
#
Zu kurze Freßzeiten
#
Zu große Kraftfuttermengen pro Mahlzeit (Pansenübersäuerung)
   
#
Ungenügende Tränkewasserversorgung