- Empfehlungen des Landesbeirats für Tierschutz zur Schafhaltung -
Der Landesbeirat für Tierschutz hat in einer überarbeiteten Fassung Empfehlungen zur Koppel- und Wanderschafhaltung herausgegeben. Die Empfehlungen enthalten wesentliche Informationen zu rechtlichen und fachlichen Grundlagen der Schafhaltung.
Weitere Informationen erhalten Sie auf derHomepage des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Notimpfung
der Herde, bzw Antibiotische Therapie der Hochtragenden (Langzeitformulierung)
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Schutzimpfung
der Herde vor der nächsten Rittzeit
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Zutreterimpfung
in den Folgejahren vor dem Ritt
„Magen-Darm-Würmer“
Parasiten = Unvermeidbare Begleiterscheinung der Weidehaltung
Gegenmaßnahmen:
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Aufmerksame
Beobachtung der Herde bez. Wurminfektionen
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Gezielte,
professionelle Nutzung medika- menteller Möglichkeiten und Weide-
hygienischer Maßnahmen
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Kontrolle
des Behandlungserfolges
Anzeichen
einer schädlichen Wurmbürde
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Nachlassende
Freßlust (Frühsymptom)
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Durchfall
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Blasse
Schleimhäute (Augen, Maul, Scheide)
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„Wasserkropf“
(teigige Anschwellung am Unterkiefer )
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Abmagerung
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Plötzliche
Todesfälle
Wurmmittel:
Zahlreiche Handelspräparate aber nur drei Wirkstoffe
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Benzimidazole
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Levamisol
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Makrozyklische
Laktone
Zur
Vermeidung von Resistenzen sollte ein
systematischer Wechsel der Wirkstoffe erfolgen
Behandlungsgrundsätze:
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Niemals
unterdosieren
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Wurmkur
morgens durchführen, 18 h vorher und 6 h nachher hungern lassen
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Am
nächsten Tag Umtrieb auf eine „saubere“ Weide
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Medikamente vorschriftsmäßig lagern
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7 - 10 Tage nach der Wurmkur Sammelkotprobe zur Therapiekontrolle
einsenden
Bestandsabsicherung
gegen Krankheitseinschleppung
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Direkte
und indirekte Kontakte mit fremden Schafen auf das unvermeidliche
Minimum beschränken.(Zukäufe, Bocktausch, Pensionsviehannahme
und -vergabe, Ausstellungen, gemeinsame Weiden u. Triebwege,
Badeplätze. Zwischenträger).
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Risikominimierung
bei unvermeidlichen Kontakten:Quarantäne, Untersuchung,
ggf. Behandlung (Klauen, Außen- und Innenparasiten) und Impfen.
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An
Mensch und Tier als Zwischenträger denken (Scherer, Schäfer,
Tierarzt, Kundschaft) Hygiene und Desinfektionsmöglichkeiten
nutzen.
Klauenpflege
ein Gebot des Tierschutzes und des wirtschaftlichen Eigeninteresses
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Klauenkrankheiten
belasten die Produktivität der Herde.
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Ungepflegte
Klauen begünstigen Moderhinke!
Moderhinke
- eine Schäferkrankheit?
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Ist
eine hoch ansteckende bakterielle Infektion der Schafklaue
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die
Infektion geht nur bei Nässe und Wärme unterm Huf an
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das
Angehen wird wesentlich begünstigt durch:
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Verletzungen
im Zwischenklauenspalt
.
überwachsenes,
ungepflegtes Klauenhorn.
Moderhinke
- Bekämpfung
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Klauen
ausschneiden:
.
Sachgemäß,
d. h. gründlich und schonend.
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Örtliche
Desinfektion:
.
individuell
durch Sprays, Salben
.
auf
Herdenbasis durch Klauenbäder
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Antibiotika
- Therapie, nur in hartnäckigen Fällen.
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Ausmerzen
der therapieresistenten Schafe.
Planmäßige
Impfungen zur Steigerung der Abwehrkräfte gegen ständige drohende
Infektionskrankheiten
Planmäßige
Bekämpfung der Außenparasiten (Schafbaden)
Die
Anwendung von Bademitteln (zugelassene Kontaktinsektizide) ist
erforderlich bei festgestelltem Befall mit:
-
Schafläusen,
Haarlingen („Sandläusen“): Einmal jährlich nach der Schur,
bei hochgradigem Befall jederzeit. Anwendungstechnik:Tauchen*),
Kämmen*), Aufgießen*), Einlassen.
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Bei
Befall mit Frühjahrszecken: Vor der Hauptbefallszeit (Febr../
März) Kämmen*), Aufgießen*).
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Bei
Befall mit Räudemilben: Unverzüglich 2 mal Tauchen*) im Abstand
von einer Woche bzw. 2 malige Injektionsbehandlung.
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Bei
Befall mit Fliegenmaden: Sofort örtlich Aufgießen*) oder
„Einlassen“.
*)
Wird
von der mobilen Schafbadeeinrichtung des Landesschafzuchtverbandes
angeboten.