Tierseuchenkasse Baden-Württemberg
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Der Schafherdengesundheitsdienst Tierseuchenkasse Baden-Württemberg

- Merkblätter des Schafherdengesundheitsdienstes -


- Empfehlungen des Landesbeirats für Tierschutz zur Schafhaltung -

Der Landesbeirat für Tierschutz hat in einer überarbeiteten Fassung Empfehlungen zur Koppel- und Wanderschafhaltung herausgegeben. Die Empfehlungen enthalten wesentliche Informationen zu rechtlichen und fachlichen Grundlagen der Schafhaltung.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Ministeriums für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz Baden-Württemberg

- Empfehlungen zur Schafhaltung (Stand März 2008) im Format
- Empfehlungen zur Wanderschafhaltung (Stand März 2008) im Format
- Empfehlungen zur Koppelschafhaltung (Stand März 2008) im Format


- Informationen -


„Ansteckendes Verlammen“

Häufigste Abortursachen in Süddeutschland:
-
Chlamydien (früher „Virusabort“)
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Salmonellen (Salmonella abortus ovis)
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Q-Fieber (Coxiella burnetti)
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Listerien
Gegenmaßnahmen:
-
Verlammende Schafe absondern
-
Nachgeburten und Foeten einsenden
-
Notimpfung der Herde, bzw Antibiotische Therapie der Hochtragenden (Langzeitformulierung)
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Schutzimpfung der Herde vor der nächsten Rittzeit
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Zutreterimpfung in den Folgejahren vor dem Ritt

„Magen-Darm-Würmer“

Parasiten = Unvermeidbare Begleiterscheinung der Weidehaltung
Gegenmaßnahmen:
-
Aufmerksame Beobachtung der Herde bez. Wurminfektionen
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Gezielte, professionelle Nutzung medika- menteller Möglichkeiten und Weide- hygienischer Maßnahmen
-
Kontrolle des Behandlungserfolges

Anzeichen einer schädlichen Wurmbürde
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Nachlassende Freßlust (Frühsymptom)
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Durchfall
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Blasse Schleimhäute (Augen, Maul, Scheide)
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„Wasserkropf“ (teigige Anschwellung am Unterkiefer )
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Abmagerung
-
Plötzliche Todesfälle

Wurmmittel:

Zahlreiche Handelspräparate aber nur drei Wirkstoffe
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Benzimidazole
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Levamisol
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Makrozyklische Laktone
Zur Vermeidung von Resistenzen sollte ein

systematischer Wechsel der Wirkstoffe erfolgen

Behandlungsgrundsätze:
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Niemals unterdosieren
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Wurmkur morgens durchführen, 18 h vorher und 6 h nachher hungern lassen
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Am nächsten Tag Umtrieb auf eine „saubere“ Weide
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Medikamente vorschriftsmäßig lagern
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7 - 10 Tage nach der Wurmkur Sammelkotprobe zur Therapiekontrolle einsenden

Bestandsabsicherung gegen Krankheitseinschleppung

-
Direkte und indirekte Kontakte mit fremden Schafen auf das unvermeidliche Minimum beschränken. (Zukäufe, Bocktausch, Pensionsviehannahme und -vergabe, Ausstellungen, gemeinsame Weiden u. Triebwege, Badeplätze. Zwischenträger).
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Risikominimierung bei unvermeidlichen Kontakten: Quarantäne, Untersuchung, ggf. Behandlung (Klauen, Außen- und Innenparasiten) und Impfen.
-
An Mensch und Tier als Zwischenträger denken (Scherer, Schäfer, Tierarzt, Kundschaft) Hygiene und Desinfektionsmöglichkeiten nutzen.

Klauenpflege

ein Gebot des Tierschutzes und des wirtschaftlichen Eigeninteresses

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Klauenkrankheiten belasten die Produktivität der Herde.
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Ungepflegte Klauen begünstigen Moderhinke!

Moderhinke - eine Schäferkrankheit?
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Ist eine hoch ansteckende bakterielle Infektion der Schafklaue
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die Infektion geht nur bei Nässe und Wärme unterm Huf an
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das Angehen wird wesentlich begünstigt durch:
.
Verletzungen im Zwischenklauenspalt
.
überwachsenes, ungepflegtes Klauenhorn.

Moderhinke - Bekämpfung

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Klauen ausschneiden:
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Sachgemäß, d. h. gründlich und schonend.
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Örtliche Desinfektion:
.
individuell durch Sprays, Salben
.
auf Herdenbasis durch Klauenbäder
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Antibiotika - Therapie, nur in hartnäckigen Fällen.
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Ausmerzen der therapieresistenten Schafe.

Planmäßige Impfungen zur Steigerung der Abwehrkräfte gegen ständige drohende Infektionskrankheiten

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Ansteckende Aborte (Chlamydien, Salmonellen)
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Breinierenkrankheit
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„Gsücht“ - Krankheiten (Clostridienenterotoxaemien).
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Lippengrind
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Listeriose
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Pasteurellose (Schafrotz)
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Moderhinke
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Tetanus



Planmäßige Bekämpfung der Außenparasiten (Schafbaden)

Die Anwendung von Bademitteln (zugelassene Kontaktinsektizide) ist erforderlich bei festgestelltem Befall mit:
-
Schafläusen, Haarlingen („Sandläusen“): Einmal jährlich nach der Schur, bei hochgradigem Befall jederzeit. Anwendungstechnik: Tauchen*), Kämmen*), Aufgießen*), Einlassen.
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Bei Befall mit Frühjahrszecken: Vor der Hauptbefallszeit (Febr../ März) Kämmen*), Aufgießen*).
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Bei Befall mit Räudemilben: Unverzüglich 2 mal Tauchen*) im Abstand von einer Woche bzw. 2 malige Injektionsbehandlung.
-
Bei Befall mit Fliegenmaden: Sofort örtlich Aufgießen*) oder „Einlassen“.
*)
Wird von der mobilen Schafbadeeinrichtung des Landesschafzuchtverbandes angeboten.