West-Nil-Virus-Situation in Deutschland

Im September 2018 wurden erstmalig in östlichen Regionen Deutschlands Infektionen mit dem West- Nil-Virus (WNV) bei Vögeln und bei zwei Pferden festgestellt.

Näheres zur WNV-Infektion können Sie dem Merkblatt des Pferdegesundheitsdienstes der Tierseuchenkasse Baden-Württemberg entnehmen.

Merkblatt zum Wes-Nil-Fieber

Im Laufe des Jahres 2019 wurden 75 WNV-Nachweise bei Vögeln und 36 Nachweise bei Pferden gemeldet. Im Jahr 2020 wurden bis Ende Dezember  22 WNV-Fälle bei Pferden gemeldet.

Betroffen sind v.a. die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin. Ein Fall trat im September 2020 im Landkreis Helmstedt in Niedersachsen auf.

Nach der Einschätzung der „Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin“ am Friedrich-Loeffler-Institut (Stiko Vet) ist damit zu rechnen, dass sich das WNV nach und nach weiter regional ausbreiten wird.

 

Die Stiko Vet empfiehlt, Pferde in den bereits betroffenen Gebieten gegen WNV impfen zu lassen. Vorsorglich sollten auch Pferde, die in diese Gebiete oder benachbarte Regionen verbracht werden, unter Impfschutz gestellt werden. In Abhängigkeit vom weiteren Infektionsgeschehen wird eine bundesweite Impfung empfohlen.

Die Stiko Vet rät, die Impfung rechtzeitig vor Beginn der Mückensaison, d.h. im Verlauf des Frühjahrs durchzuführen, um in der Zeit der wahrscheinlichsten Virusübertragung in der warmen Jahreszeit den höchsten Antikörperspiegel zu erzielen.

West-Nil-Virus-Situation in Deutschland